Traumaberatung

         Der Kern jeder Traumatisierung ist extreme Einsamkeit.
                                               Onno van der Hart

Ein erlebtes und unverarbeitetes Trauma hat immer Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Gesundheit. Egal ob die Belastung erst vor kurzem passierte oder schon Jahre oder gar Jahrzehnte zurückliegt. Falls Sie einer solchen Belastung ausgesetzt waren oder wenn Sie Angehörige/r von traumatisierten Menschen sind, biete ich Ihnen meine professionelle Unterstützung an.

Eine professionelle Unterstützung bei der Bewältigung von Traumata kann dabei helfen, Ihre Lebensqualität zu steigern anstatt die dadurch hervorgerufenen Beschwerden zu verfestigen.

Was ist ein Trauma?
Ein Trauma ist überwältigend, lebensgefährlich, über alle Maßen erschreckend; etwas, das man eigentlich nicht verkraften kann, verbunden mit der Überzeugung, dass man es nie verwindet; so schlimm, dass man nachher denkt, es könne nicht passiert sein, mit enormen seelischen und/oder körperlichen Schmerzen verbunden; etwas, das von unserem Gehirn aufgesplittert oder ganz verdrängt wird.
(Michaela Huber)

Man unterscheidet hier:
 
Akut- oder Monotrauma:
z. B. Naturkatastrophe, Überfall, Unfall, Verlust oder andere lebensbedrohliche Ereignisse der kürzeren Vergangenheit.
 
Multitrauma oder sequentielle Traumatisierung:
(wiederholte, ähnliche furchtbare Erlebnisse im Erwachsenenalter)
z. B. schweres Mobbing, Krieg, Flucht, u. a.
 
Komplextrauma:
von Kindheit an wiederholte traumatische Erfahrungen, oft als Kombination verschiedener Formen,
z. B. emotionale, körperliche, sexuelle, geistliche Gewalt,
aber auch Vernachlässigung und schwere Verlusterfahrungen, u.a.
           
Nicht zu vergessen, die transgenerationale Traumatisierung, bei der sich Traumata durch die Generationen wiederholen und weitergegeben werden, z. B. durch das Aufwachsen mit einem traumatisierten Elternteil.
 
Eine Traumatisierung kann lange Zeit „ruhen“, alles scheint normal zu sein. Auffällig ist vielleicht nur, dass die Emotionen nicht so zugänglich sind und das Funktionieren ganz im Vordergrund steht.
Kommt es zu neuem aktuellem Stress, kann dies dann die Symptomatik einer Traumafolgestörung auslösen.
 
Generell können hier drei Symptombereiche unterschieden werden:
 
Stress (Hyperarousal):
Ein ständig aktiviertes Alarmsystem, Erregung, Unruhe, Schreckhaftigkeit, Konzentrations- und Schlafprobleme u. a.
 
Zu viel (Intrusionen):
Gefühlsüberflutungen, sich aufdrängende Bilder und Gedanken, die man nicht wirklich einordnen kann; häufiger und schneller Stimmungswechsel; Albträume, Flashbacks, Somatisierung u. a.
 
Zu wenig (Vermeidung):
Vermeidende Symptome wie Amnesie/Teilamnesie (Erinnerungslücken) für schwerwiegende Erlebnisse, Vermeidung von Situationen, die an das Trauma erinnern, wenig Zugang zu Gefühlen, Rückzug und Misstrauen gegenüber anderen Menschen u. a.
 
Die häufigste Traumafolgestörung ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).
(U. Roderus / ICTB)

(Ich bin Mitglied im Netzwerk für christlich orientierte Traumabegleitung und deshalb zu regelmäßiger Supervision verpflichtet. Zudem bilde ich mich - auch in diesem Bereich - beständig weiter.)

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